Neu gegründete SG Obere Blies feiert mit Fünfer-Pack von Sebastian Gebel Traumstart in Bezirksliga-Saison.

Bericht Saarbrücker Zeitung

Philipp Semmler

Foto : Rostam

GÜDESWEILER | (sem) So etwas nennt man wohl Einstand nach Maß: Neuzugang Sebastian Gebel, der vom Fußball-Landesligisten SG Bostalsee kam, hat die neu gegründete SG Oberes Bliestal fast im Alleingang an die Tabellenspitze der Bezirksliga Blies/Nahe geschossen. Die neu gegründete Spielgemeinschaft, die aus Landesliga-Absteiger SF Güdesweiler, dem FC Gronig und dem SV Oberthal (spielte als SG Gronig-Oberthal letzte Saison in der Bezirksliga) besteht, hat das erste Liga-Spiel ihrer Historie klar gewonnen. Bei den SF Winterbach gab es am Samstag einen 6:2 (5:1)-Sieg. Gebel gelangen gleich fünf Treffer.

„Sebastian ist jemand, der in dieser Liga Akzente setzen kann, das hat er am Samstag eindrucksvoll bewiesen. Er war überhaupt nicht mehr zu halten“, sagt der Vorsitzende der SF Güdesweiler, Elmar Kelkel. Rückkehrer Gebel, der bis 2021 viele Jahre lang für die SF Güdesweiler spielte, erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt 39 Tore in der Landesliga für die SG Bostalsee.

An diesem Sonntag bestreitet die neue SG aus dem oberen Bliestal ihr erstes Heimspiel. Um 15 Uhr erwartet die Mannschaft von Trainer Julian Scheid (bislang SG Gronig-Oberthal) und Co-Spielertrainer Nils Kuckel (bislang SG Namborn-Steinberg/Deckenhardt-Walhausen) den Aufsteiger 1. FC Lautenbach. Gespielt wird auf dem Kunstrasen in Güdesweiler. Die Gastgeber hoffen bei ihrer Heimpremiere auf bis zu 300 Zuschauer. Nach der Partie gegen den 1. FC Lautenbach wechseln die Spielorte der SG. Das Heimspiel gegen den VfR Otzenhausen am 27. August wird in Gronig ausgetragen. Am 6. Spieltag (9. September) spielt die SG gegen die SF Dörrenbach in Oberthal. Jeweils fünf Saisonpartien sollen in Güdesweiler, Gronig und Oberthal ausgetragen werden. Daraufhin hatten sich die Vorstände der drei Clubs kurz nach der Gründung der Spielgemeinschaft verständigt (wir berichteten).

Noch nicht fest stand damals der Name der SG. „Wir wollten keine Kombination der Ortsnamen. Deshalb haben wir uns überlegt, wo die Vereine herkommen – und so sind wir auf SG Oberes Bliestal gekommen“, erläutert Kelkel. Dazu wurde auch ein neues Wappen entworfen, das alle Vereinsfarben der beteiligten Clubs – rot, grün, blau und weiß – enthält.

Nicht nur das erste Liga-Spiel lief für die SG Oberes Blies positiv, sondern auch das Zusammenfinden der Clubs. „In den Gesprächen auf Vorstandsebene gab es keinerlei Reibereien. Das läuft alles auf einer sehr angenehmen Ebene“, findet der SF-Vorsitzende Kelkel. Was ihn besonders freut: „Bei unserem Spiel in Winterbach waren sehr viele Zuschauer aus allen drei Orten der SG.“

Und noch wichtiger: Die Spieler scheinen „Bock“ auf die neue SG zu haben: „Sie sind mit viel Herzblut bei der Sache und wir hatten eine extrem hohe Trainingsbeteiligung von über 25 Spielern. Wenn man bedenkt, dass wir noch Verletzte und Schichtarbeiter haben, ist das wirklich eine herausragende Anzahl. Da macht es einem als Vorsitzender Spaß zuzuschauen“, freut sich Kelkel. Deshalb ist er ganz klar der Meinung: „Die SG zu gründen, war und ist die richtige Entscheidung.“ Aufgrund des Trainingsfleißes und des großen Kaders hoffen die Verantwortlichen übrigens, dass der klare Auftaktsieg in Winterbach keine Eintagsfliege war. „Wir wollen um einen Platz im oberen Drittel mitspielen“, erläutert Kelkel das Saisonziel.

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